Im Niedriglohnbereich nennt man die Spanne zwischen 450,01 Euro und 850,00 Euro pro Monat die sogenannte Gleitzone. Diese hat zum Ziel Arbeitnehmer über verminderte Beiträge zur Sozialversicherung auch zur Aufnahme niedrig entlohnter Beschäftigungen zu motivieren. Die Regelung aus dem Jahr 2003 geht auf die "Hartz-Gesetze" der damaligen rot-grünen Bundesregierung zur Förderung des Arbeitsmarktes zurück.

BESONDERE BEITRAGSBERECHNUNG IN DER GLEITZONE
Die Arbeitnehmer zahlen innerhalb der Gleitzone nur einen reduzierten Beitragsanteil. Dieser steigt innerhalb der Gleitzone progressiv an. Der verminderte Arbeitnehmerbeitrag ergibt sich dabei durch die rechnerische Reduzierung der beitragspflichtigen Einnahmen. Für den Arbeitgeber wirkt sich die Gleitzone nicht beitragsmindernd aus. Er zahlt seinen Beitragsanteil aus dem tatsächlichen und damit höheren Arbeitsentgelt.

NUR DAS "REGELMÄSSIGE" ARBEITSENTGELT ZÄHLT
Bei der Beurteilung, ob die Gleitzonenregelung anzuwenden ist, wird auf das regelmäßige Arbeitsentgelt abgestellt. Als regelmäßig gilt das Arbeitsentgelt, wenn der Anspruch darauf insbesondere durch Arbeits- und Tarifvertrag oder einem aus der Vergangenheit resultierendem Gewohnheitsrecht erwächst. Darunter fallen auch Einmalzahlungen wie das Weihnachts- und Urlaubsgeld, wenn diese mindestens einmal jährlich zu erwarten sind. Bei schwankenden Entgelten oder Einmalzahlungen ist dann das jährliche Arbeitsentgelt zu ermitteln und durch zwölf zu teilen.

EIN BEISPIEL:
Monatliches Arbeitsentgelt: 600,00 Euro
Vertragliches Weihnachtsgeld: 300 Euro/Jahr
Regelmäßiges Arbeitsentgelt: (600 x 12 + 300) : 12 = 625,00 Euro/Monat
Ergebnis: Gleitzone ist anzuwenden

Einen kostenfreien online Gleitzonenrechner stellt die Deutsche Rentenversicherung unter dem folgenden Link bereit:
Gleitzonenrechner der DRV

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